16.02.2022

Ansprechpartner für Aufklärung, Prävention und Versorgung

70 Jahre Krebsgesellschaft


„Ja, es ist ein guter Grund zu feiern. Seit 70 Jahren sind wir Ansprechpartner für Aufklärung, Prävention und ambulante, psychosoziale Versorgung für Betroffene und deren Angehörige“, sagt Professor Dr. Christian Jackisch, Vorstandsvorsitzender der Hessischen Krebsgesellschaft zur Begrüßung der Online-Konferenz, an der jüngst sowohl der Hessische Sozial- und Integrationsminister Kai Klose, als auch Klaus Schrott, Mitglied des Vorstandes der Stiftung „Leben mit Krebs“ teilgenommen haben.

Es ist der guten Zusammenarbeit der drei Kooperationspartner zu verdanken, dass in den vergangenen Jahren viel erreicht wurde. Da gehört nicht nur die Krebspräventionsinitiative „Du bist kostbar“ zu den eingetragenen Markenzeichen der Hessischen Krebsgesellschaft, sondern sie ist auch als Dachmarke aller Krebspräventionsprojekte, etwa zum Thema „Leben mit Krebs“ zu verstehen.

„Sie sind als Ansprechpartnerin für Betroffene und Angehörige eine tragende Säule unserer gesundheitspolitischen Arbeit“, lobt Klose die Arbeit der Hessischen Krebsgesellschaft und der Stiftung „Leben mit Krebs“: „Die Kooperation zwischen dem Land Hessen und Ihnen ist bis heute von allergrößter Bedeutung.“

Die gemeinsamen Kampagnen sollen ein Leben ohne Krebs ermöglichen und ein Leben mit Krebs verbessern. Seit Kampagnenstart wurden von der Hessischen Krebsgesellschaft bereits Projekte zur Prävention von Brust-, Haut-, Darm- und Gebärmutterhalskrebs verwirklicht. Die Motivation zur Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen ist ein wesentlicher Bestandteil der Präventionsarbeit. Hier können Krebserkrankungen frühzeitig entdeckt und somit verhindert werden. „Vorsorgeuntersuchungen, die aufgrund der Pandemie aufgeschoben werden mussten, können nun wieder mehr in Anspruch genommen werden. Denn jedes Jahr erkranken in Deutschland mehr als eine halbe Million Menschen an Krebs“, erklärt Minister Kai Klose.

Ein wichtiges Projekt beschäftigt sich mit dem Thema „Leben mit Krebs“: Dabei bekommen Betroffene Tipps zu entsprechenden Therapien und Beratungsstellen. Die Stiftung „Leben mit Krebs“ hat sehr früh erkannt, wie man Krebspatienten möglichst schnell aus einer Isolation holen kann. Dazu gehören Programme mit Sport, Kunst, Wanderungen, Rudern, Skilanglaufreisen und gemeinsame Treffen. Dabei steht vor allen Dingen die Gemeinschaft im Vordergrund, die es Patienten ermöglichen soll, für eine Weile ihre Sorgen zu vergessen.

„Das Leben soll den Patienten wieder mehr Freude bringen“, erklärt Klaus Schrott, Mitglied des Vorstandes der Stiftung „Leben mit Krebs“: „Früher glaubte man, eine Krebsdiagnose sei gleichbedeutend mit einem Todesurteil, was jedoch heute aufgrund neuer Medikationen und dem Fortschritt in der Medizin sowie vielfältiger therapiebegleitender Möglichkeiten nicht mehr gilt“, so die hoffnungsvolle Prognose von Klaus Schrott.

Quelle: https://www.stadtpost.de/frankfurter-wochenblatt-mitte/70-jahre-krebsgesellschaft-id89104.html abgerufen am 16.2.22/7:59 Uhr)