15.10.2020

Spende für die psychoonkologische Betreuung von Krebspatienten & Angehörigen


Die Diagnose Krebs trifft in Deutschland jährlich ca. 500.000 Menschen. Mit den Patienten sind auch die Angehörigen von der Krankheit betroffen. Insgesamt sind so pro Jahr etwa 2,5 Millionen Menschen erstmals den Belastungen einer Krebserkrankung ausgesetzt. Mit der Diagnose Krebs öffnet sich für Betroffene ein Abgrund mit großen physischen und enormen seelischen Belastungen. Neben einer qualifizierten medizinischen Therapie ist daher eine frühzeitige, einfühlsame und auf die persönlichen Belange eingehende psychoonkologische Unterstützung von größter Bedeutung. Die positiven Effekte einer solchen Intervention gemäß „Worte helfen heilen“ sind wissenschaftlich belegt und unbestritten. Eine gezielte psychoonkologische Betreuung fängt Patienten und ihre Angehörigen emotional auf und verringert ihr Leid. Studien belegen, dass eine fachkundige Betreuung, begleitend zur klassischen Krebstherapie, die Lebensqualität von Patienten entscheidend erhöht. Der Schmetterling setzt sich ausdrücklich auch für die psychoonkologische Betreuung von Angehörigen ein, denn auch Partner, Familie und vor allem Kinder der erkrankten Eltern bedürfen einer professionellen Unterstützung.

Der Einsatz der Psychoonkologie im Behandlungsprozess und die Akzeptanz und Beanspruchung dieser Heilungsunterstützung durch Betroffene ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Dennoch wird die psychoonkologische Betreuung von Patienten und ihren Angehörigen nicht in allen Fällen von den Krankenkassen übernommen. Die finanziellen Mittel des Vereins Projekt Schmetterling schließen bereits seit 2007 eine Lücke im Gesundheitssystem und kompensieren Handlungsversäumnisse von Politik und Krankenkassen.

Dank der finanziellen Unterstützung kann die telefonische psychoonkologische Betreuung von Krebspatient*innen durch die Krebsberatungsstelle Frankfurt der Hessischen Krebsgesellschaft e.V. aufrecht erhalten und fortgesetzt werden. Die telefonische psychoonkologische Betreuung steht dabei Krebspatient*innen und allen Familienmitgliedern zu offener und unterstützender Kommunikation zur Verfügung, um eine gemeinsame Bewältigung der Erkrankung zu ermöglichen.